Erneuerbare Energien tragen bereits über 40 % zum deutschen Bruttostromverbrauch bei. Für den Netzbetrieb stellen die stark fluktuierenden Einspeiseleistungen eine große Herausforderung dar. Da andererseits die Verfügbarkeit klassischer Systemdienstleistungen über grundlastfähige Kraftwerke tendenziell zurückgeht, wächst der Bedarf an Alternativen. Die zunehmende Elektrifizierung der Mobilität kann Abhilfe schaffen, indem verfügbare Batteriekapazitäten von Elektrofahrzeugflotten zur Netzstabilisierung eingesetzt werden. In einem Pilotprojekt entwickelte die Unternehmensberatung d-fine einen Algorithmus für die Steuerung der verfügbaren Ladekapazitäten und analysierte auf dieser Basis den erzielbaren wirtschaftlichen Mehrwert.
Durch die Energiewende steigen Aufwände und Kosten für die Gewährleistung von Netzstabilität
Der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien führt weiterhin zu strukturellen Veränderungen im deutschen Strommarkt. Die Erzeugung erfolgt zunehmend dezentral und wird durch eine wachsende und damit immer stärker fluktuierende Stromeinspeisung aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen geprägt: Im Jahr 2019 betrug der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Bruttostromverbrauch bereits über 40 %. Umgekehrt stieg der Bedarf an Systemdienstleistungen zur Sicherstellung der Netzstabilität. Die Erbringung dieser Dienstleistungen verursachte in Deutschland im Jahr 2018 saldierte Gesamtkosten von ca. 1,9 Mrd. €.
Elektrofahrzeuge stellen dezentrale Batteriekapazitäten bereit, die sich systemdienlich einsetzen lassen
Die im Rahmen der Sektorenkopplung entstehenden Synergien mit der Elektromobilität lassen sich sinnvoll für die Gewährleistung der Netzstabilität nutzen. So können große Flotten batterieelektrisch betriebener Fahrzeuge über Vehicle-to-Grid als dezentrale Energiespeicher dienen und damit zukünftig einen gewissen Anteil des Regelleistungsbedarfs abdecken. […]
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