Software im regulatorischen Eigenkapital - Die Umsetzung von Art. 36 Abs. 1 CRR

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Mit Anwendung der CRR zur Ermittlung der Eigenkapitalquote von Kreditinstituten wurden Bestimmungen zur Be-rücksichtigung von immateriellen Vermögenswerten, insbesondere aus der Erstellung oder dem Erwerb von Software, erlassen. Im Rahmen der Überarbeitung der CRR zur CRR2 hat die EBA den Auftrag erhalten, die ursprünglichen An-forderungen an Vermögenswerte aus Software zu überarbeiten und eine Ausnahme für vorsichtig bewertete Software-Vermögenswerte hinzuzufügen, die im Falle einer Abwicklung, Insolvenz oder Liquidation keine negativen Auswir-kungen erfahren.


Als Teil des Risk Reduction Measures (RRM) Package 2019 wurde vorgeschlagen, den CRR Artikel 36(1)(b)1 so zu überarbei-ten, dass „vorsichtig bewertete“ Software nicht mehr vom CET1-Kapital abgezogen werden muss. Am 14.10.2020 hat die EBA den RTS EBA/RTS/2020/07 basierend auf dem Konsultationspapier EBA/CP/2020/11 veröffentlicht, welcher das von der EBA präferierte Vorgehen in der Umsetzung dieser Maßnahme, die „prudential amortization“ sog. Software-Vermögens-werte, erläutert.


Dazu wird der Wert des jeweiligen Software-Vermögenswertes anhand der Buchwerte in der jeweils einschlägigen Rech-nungslegungsnorm initial ermittelt, dann aber separat für das Aufsichtsrecht amortisiert. Dabei wird nicht zwischen selbsterstellter und erworbener Software differenziert.


Der Nicht-Abzug beim CET1-Kapital erfordert im Gegenzug eine Erfassung bei den RWA2 , wobei der Effekt des Nicht-Ab-zuges dominiert.
Attraktiv ist insbesondere die Anforderung, dass Software-Upgrades („investments in maintaining, enhancing or upgra-ding an existing software“) als separate sog. „software assets“ betrachten und entsprechend dem CET1-Kapital zugeordnet werden sollen – losgelöst von der Behandlung im Rechnungswesen, die diese Ausgaben als nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder Aufwand der Periode betrachtet.
 

Das gesamte Whitepaper zum Thema finden Sie zum Download beigefügt.

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