Handelsrechtliche Pauschalwertberichtigungen: Die neuen Anforderungen des IDW RS BFA 7

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Der Berücksichtigung latenter Kreditrisiken wird im deutschen Handelsrecht durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Auslegung zur Methodik geht dabei bislang auf die IDW-Verlautbarung BFA 1/1990 aus dem Jahr 1990 zurück, in der handelsrechtliche Pauschalwertberichtigungen erstmals im deutschen Recht eingeführt wurden. Die PWB Bestimmung orientiert sich danach an der Fortschreibung vergangener Risiken in die Zukunft. Steuerrechtlich wurden Pauschalwertberichtigungen im BMF-Schreiben vom 10.01.1994 eingeführt. Die Ermittlung erfolgt hier basierend auf den vorangegangenen fünf Wirtschaftsjahren und bezieht sich ausschließlich auf Kundenforderungen gemäß §15 RechKredV, sodass Forderungen an andere Kreditinstitute nicht berücksichtigt werden. In der Praxis werden steuerrechtliche Pauschalwertberichtigungen von vielen Instituten auch in der Handelsbilanz verwendet. Am 28.11.2018 hat das IDW mit dem ERS BFA 7 einen Entwurf zur aktualisierten Behandlung der Pauschalwertberichtigungen im Handelsrecht vorgelegt, welcher nach einer Konsultationsphase am 13.12.2019 als IDW RS BFA 7 final veröffentlicht wurde. Die Anforderungen der Stellungnahme zur „Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im handelsrechtlichen Jahres- und Konzernabschluss von Instituten" („Pauschalwertberichtigungen“) sind dabei auf alle Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2021 beginnen, anzuwenden. Die zuvor erwähnte Bilanzierungspraxis der Verwendung steuerrechtlicher PWBs im Handelsrecht ist mit Inkraftreten des BFA 7 aufgrund der vorgeschriebenen Methodik nicht mehr zulässig.

Das gesamte Whitepaper zum Thema finden Sie zum Download beigefügt.

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