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Initial Margin Methodik

Initial Margins als spezielle, vorwärtsschauende Komponente der Margin-Forderungen werden von zentralen Gegenparteien (CCPs) berechnet, um potentielle Verluste im Verlauf der Liquidation der Positionen eines ausgefallenen Kunden ausgleichen zu können. Der vorwärtsschauende Charakter der Initial Margin erfordert hierfür neben dem Pricing der Positionen eine Marktrisikoberechnung über den Liquidierungshorizont der jeweiligen Produkte.


Traditionell setzten Clearinghäuser relativ einfache Szenariomatrix-Ansätze ein, um die Initial Margin zu berechnen, wie beispielsweise die von der CME entwickelte SPAN Methodik oder das Risk Based Margining (RBM) der Eurex Clearing. Infolge der regulatorisch forcierten Ausweitung des Spektrums zentral geclearter Instrumente sowie steigender regulatorischer Anforderungen an ihre Risikomessung, haben die meisten führenden Clearinghäusern inzwischen komplexe, State-of-the-Art Marktrisikomodelle eingeführt. Diese Modelle ähneln den internen Marktrisikomodellen von Banken. Sie erlauben die risikoadäquate Berechnung von Initial Margins auch für komplexe Instrumente sowie die Berücksichtigung von Diversifikationseffekten auf Gesamtportfolioebene.

 

Seit dem Inkrafttreten der Clearingpflicht für bestimmte Interest Rate und Credit Default Swaps und mit der zu erwartenden Ausweitung der Clearingpflicht auf weitere Produktklassen sowie in Anbetracht des steigenden Volumens zentral geclearter Derivate steigt die Bedeutung dieser Risikokennzahlen auch für die Clearingkunden. Sie müssen in der Lage sein, ihre Initial Margins zu analysieren und für ihre Endkunden zu replizieren. Außerdem ist in Zeiten zunehmend knappen Collaterals ein fundiertes Verständnis der von den CCPs verlangten Margin-Forderungen essentiell.  

 

Ähnliches gilt auch im bilateralen Derivategeschäft, denn in Zukunft müssen die meisten nicht geclearten Derivate ebenfalls mit Initial Margins hinterlegt werden. Die entsprechenden Vorschriften sind für Geschäfte zwischen Großbanken bereits bindend und werden zukünftig auch für andere Häuser mit nennenswertem bilateralen Geschäft relevant sein.  Zur Berechnung der bilateralen Initial Margin Anforderungen kann entweder ein simples aber sehr konservatives regulatorisches Modell verwendet werden oder das von der ISDA vorgeschlagene Standardised Initial Margin Modell (SIMMTM). Hierbei handelt es sich um ein - dem Standardansatz aus FRTB ähnelndes - sensitivitätenbasiertes Marktrisikomodell, welches einerseits größere Netting-Effizienzen und damit niedrigere Initial Margin Zahlen ermöglicht, andererseits aufgrund der höheren Komplexität auch zusätzlichen Aufwand für IT, Risikocontrolling, Modellvalidierung und Abwicklung verursacht.

 

d-fine hat durch seine Erfahrung im Marktrisiko und im Clearingumfeld einen umfangreichen Überblick der verwendeten Verfahren und Marktstandards, sowohl was zentral gecleartes Geschäft angeht als auch für bilateral besicherte Derivate d-fine verfügt über tiefgehende Kenntnisse der verwendeten Modelle und Expertise der operativen Anforderungen und der Methoden zur Analyse von Initial Margins,  sowie deren Einbettung in entsprechende Abwicklungs- und Collateral Management Prozesse.

 

Ausführliche Informationen erhalten Sie telefonisch unter +49 69 907370 oder per E-Mail an marktrisiko@remove-this.d-fine.de, Stichwort "Initial Margin Methodik". Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

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