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Closing & Purchase Price Allocation

Der erste Schritt nach dem vollzogenen Erwerb (Closing) ist eine Erstkonsolidierung, die Purchase Price Allocation (PPA). Dieser Schritt geschieht gemäß Purchase Accounting durch Verteilung des Kaufpreises auf die erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die PPA umfasst neben der Bewertung aller erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auch die Identifikation und Bewertung der neu zu aktivierenden immateriellen Vermögenswerte (Intangibles) zum aktuellen Zeitwert. Dies stellt eine komplexe Herausforderung für alle Beteiligten dar. Sie erfordert ein hohes Maß an Accounting-, Produkt- und Bewertungsexpertise sowie ein tiefgreifendes Verständnis des Geschäftsmodells des erworbenen Objekts. Auch in organisatorischer und zeitlicher Hinsicht ist eine PPA sehr anspruchsvoll: Investoren sind sehr zeitnah (meist im nächsten Zwischenbericht) über Ergebnisse und Effekte der Transaktion zu informieren. Die finalen Ergebnisse  liegen nach Ablauf eines Jahres vor und müssen mit dem Wirtschaftsprüfer abgestimmt sein.

 

Aufgrund von planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungseffekten hat die PPA mitunter langfristige und gravierende Auswirkungen auf das Eigenkapital, die Bilanz und die Erfolgsrechnung. Diese müssen frühzeitig erkannt und gesteuert werden, um nachträglich unangenehme Überraschungen zu vermeiden. 

Unser Leistungsspektrum

Durch unsere langjährige Erfahrung bei der Begleitung von Purchase Price Allocations bei Banken sind wir uns der Verflechtung von Accounting, Betriebswirtschaft, Produktspezifika, Bewertungstechniken und Kreditrisiko bewusst und messen ihr daher einen hohen Stellenwert in unserer Beratungspraxis bei. 

 

Im Einzelnen bieten wir folgende Leistungen an, um eine PPA optimal zu unterstützen: 

  • Organisation / PMO PPA
  • Durchführung der PPA 

    • Bewertung der materiellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Basis von etablierten Bottom-up DCF-Modellen unter Berücksichtigung von (Produkt-)Besonderheiten wie Einlagensicherung und eingebettete Kündigungsrechte
    • Identifikation und Bewertung immaterieller Vermögenswerte (insbesondere Handelsmarke und Kundenstamm) mithilfe anerkannter, robuster Bewertungsmethoden und aufbauend auf einem tiefgreifenden Verständnis des zukünftigen Geschäftsmodells
    • Ermittlung des Goodwill und latenter Steuern
    • Berücksichtigung von Kaufpreisanpassungen

  • Behandlung spezieller Bilanzierungsfragestellungen wie z.B. Hedge Accounting oder die Änderung des Bilanzansatzes
  • Ermittlung des tatsächlichen Abschreibungsbedarfs aus Sondereffekten nach dem Closing, z.B. bei Impairment, Sondertilgungen, vorzeitigen Rückführungen oder Verkäufen, (je nach Bedarf auf Einzelgeschäfts- oder Portfolioebene) sowie das Aufsetzen maßgeschneiderter Prozesse und Tools zur regelmäßigen Ermittlung des Abschreibungsbedarfs
  • Quantifizierung bzw. Optimierung der Auswirkungen auf die zukünftige Bilanz und Erfolgsrechnung durch indikative Erstellung zukünftiger Ab- bzw. Zuschreibungen in Abhängigkeit der berechneten Fair Values und ggf. unterstellter Szenarien
  • Partner für Diskussionen mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Senior Management