tracker
">

Operationelle Risiken - beständige Managementherausforderung

Die fundierte Auseinandersetzung mit der Thematik operationeller Risiken nahm im Bankenumfeld ihren Beginn Anfang des neuen Jahrtausends mit der Formu-lierung einer Negativdefinition operationeller Risiken als Residualgröße aller Risiken abzüglich Markt- und Kreditrisiken.

 

Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte die Diskussion um die adäquate Abgrenzung und das Management operationeller Risiken in Banken in der im Jahre 2004 im Basel II Rahmenwerk veröffentlichten, präzisierten Definition operationeller Risiken als „das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemes-senheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden; einschließlich Rechtsrisiken, nicht jedoch strategischer Risiken oder Reputationsrisiken.“


So fanden die Baseler Regulierungsnormen zu operationellen Risiken Eingang in unterschiedliche Rechtsvorschriften (MaRisk, SolvV, CRD und CRR) und dienten beispielsweise Versicherungen als Vorlage zur Aufnahme in eigene Regelwerke wie Solvency II.

Aktuell hat der Baseler Ausschuss einen neuen Standardansatz vorgestellt
(BCBS 355), der für alle Institute gelten soll. Im Gegensatz zu einer früheren Konsultation soll dieser nicht nur die einfacheren Ansätze der CRR ersetzen, sondern auch den fortgeschrittenen Messansatz (AMA). Mehr Details hierzu finden Sie unter „Aktuelle Themen“.


Die Herausforderungen im Management operationeller Risiken liegen darüber hinaus weiterhin besonders darin, die bewusst nicht zu restriktiv gefassten Regelungen mit Leben zu füllen und die gewählte Definition bestmöglich mit bestehenden Risikomanagementprozessen und -systemen zu verzahnen.

 

Unterstützung von der Konzeption bis zur Umsetzung

d-fine begleitet Kunden aus den Bereichen Banken, Versicherungen, Asset Managern und Industrieunternehmen seit vielen Jahren bei relevanten Themen im Kontext operationeller Risiken:

  • Anfertigung einer Risikolandkarte im Zuge der Durchführung einer unternehmensweiten Risikoinventur
  • Auswahl und Analyse von Risikoindikatoren
  • Durchführung von Self Assessments und Szenarioanalysen
  • Konzeption von Katalogen interner Kontrollfragen
  • Aufbau von internen Schadensfalldatenbanken und Integration in interne Prozessabläufe
  • Entwicklung von adressatenorientierten Managementreports
  • Umgang mit der Fat Tail-Problematik bei der Wahl eines ambitionierten Messansatzes

Aktuell rücken dabei insbesondere auch Fragestellungen aus dem Supervisory Review Process (SREP) und der Markttransparenz in den Vordergrund:

  • Wie kann eine Allokation des für operationelle Risiken vorgehaltenen Risikokapitals im Rahmen interner Risikotragfähigkeitsberechnungen erfolgen?

Auch wenn wahrscheinlich zukünftig kein internes Modell für Säule I mehr zulässig sein wird: Wäre die Umsetzung eines internen Modells („AMA light“) für interne Zwecke sinnvoll - beispielsweise im Rahmen eines Loss Distribution Approach? Neben solchen aufsichtsrechtlichen Fragestellungen wird die sachgerechte Integration des Managements operationeller Risiken in die Gesamtbanksteuerung immer wichtiger - besonders mit Blick auf Effizienz und Effektivität:

  • Wo liegen die Überschneidungsmengen zu Business Continuity Management (BCM), Compliance und IT-Security?
  • Wie grenze ich Fragestellungen aus strategischen Risiken, Reputationsrisiken, Modellrisiken und operationellen Risiken gegeneinander ab?
  • Wie sind die zur Gestaltung eines integrierten Risikomanagementsystems eingesetzten Methoden zu konsolidieren?

Zusätzlich werden in jüngster Zeit verstärkt Anstrengungen zur Optimierung von Prozessen im Hinblick auf Rechtsrisiken unternommen (z.B. im Bereich Beraterhaftung). Auch die geeignete Validierung einzelner Modellkomponenten ist immer wieder gefragt.


Bei der Beantwortung dieser Fragestellungen sowie bei der Umsetzung des neuen Standardansatzes unterstützen Sie unsere Spezialisten gerne und begleiten Sie entlang der gesamten Prozesskette von der ersten fachlichen Konzeption bis zur Lösung von IT-Fragestellungen wie Softwareauswahl, Systemeinführung und Definition von Management-Reports. Profitieren Sie von unserer langjährigen und umfangreichen Erfahrung im Bereich des operationellen Risikomanagements!


Haben Sie noch Fragen? Gerne stehen wir Ihnen unter  +49 69 907370 oder oprisk@d-fine.de, Stichwort „Operationelle Risiken“, für Diskussionen zur Verfügung.