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Das islamische Finanzwesen

Skizzenhafte Darstellung der wesentlichen Quellen und  Besonderheiten des islamischen Finanzwesens

 

Zwar ist der Markt des islamischen Finanzwesens in seinem Umfang und seinen Ausprägungen nicht homogen, sondern vielmehr von regionaler Verschiedenheit geprägt. Die in der Abbildung dargestellten, grundlegenden „Säulen“  – allen voran das Zinsverbot – haben jedoch zu einer breiten Ausbildung spezieller islamischer Finanzinstrumente auf Basis islamkonformer Grundgeschäfte (z.B. der Leasing-Variante iğāra, dem Kauf-/Wiederkauf murābaḥa, der joint-venture-Variante mušāraka oder dem Versprechen wa’d) geführt.

Bekannte Beispiele sind die islamische Anleihe ṣukuk  (z.B. als ṣukuk al-iğāra als auf Basis eines iğāra Geschäftes), die auch als Wandelanleihe existiert, oder die als Bankprodukt verbreitete Finanzierungsform tawarruq auf Basis wiederholter murābaḥa-Geschäfte. 

 

Aber auch im Bereich der Derivate, Zertifikate und strukturierten Produkte findet sich eine Vielzahl von islamkonformen Varianten z.B. „konventioneller“  Swaps, Optionen und Terminkontrakte in „plain-vanilla“ sowie exotischer Ausgestaltung.

 

Diese sorgfältig konstruierten, islamkonformen Finanzprodukte stellen Emittent und Käufer gleichermaßen regelmäßig vor  besondere Herausforderungen, insbesondere im Rahmen

  • der Risikoanalyse,
  • des Einsatzes von Bewertungsmodellen und geeigneter Marktdaten,
  • der Abbildung und Verarbeitung in den - im Allgemeinen für, "konventionelle" Finanzprodukte ausgelegten - Handels- und Risikosystemen.