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Interview* mit Bernd Will (Senior Manager)

Zur Person

Bernd Will, Senior Manager seit 2012

Einstieg 1999 als Berater bei der Financial Risk Consulting Practice von Arthur Andersen, seit 2002 bei der d-fine GmbH

Warum eine Unternehmensberatung?

Warum hast du dich für eine Unternehmensberatung entschieden?

Für mich war schon immer klar, dass ich mal in einem abwechslungsreichen beruflichen Umfeld arbeiten möchte, in dem ich idealerweise auch die im Studium gelernten Kenntnisse und Methoden anwenden kann. Daher habe ich mich bereits früh über verschiedene Berufe informiert und festgestellt, dass mich der Einstieg bei einer Unternehmensberatung besonders interessiert. Außerdem sah ich darin eine gute Möglichkeit, im Beruf Naturwissenschaft und BWL zu verbinden.

Warum zu d-fine?

Was hat dich bei d-fine besonders überzeugt?

Die ausschlaggebenden Gründe waren der sehr positive Eindruck, den ich im Vorstellungsgespräch gewonnen hatte, sowie die exzellenten Weiterbildungsmöglichkeiten. So kann jeder Mitarbeiter an einem Master-Aufbaustudium teilnehmen – in Form eines Msc in Oxford oder inzwischen z. B. auch alternativ in Form eines MBA in Mannheim oder Östrich-Winkel. Des Weiteren war es für mich wichtig, eine Firma bzw. Tätigkeit mit einer langfristigen Perspektive zu finden. Mich hat einfach das Gesamtpaket überzeugt: exzellente Weiterbildungsmöglichkeiten, interessante Aufgaben und eine vernünftige Work-Life-Balance.

Der Einstieg

Wie läuft der Einstieg in den Beraterjob?

Die ersten Wochen sind durch Schulungen geprägt. Anschließend geht es meist sehr schnell zum ersten Projekteinsatz. Als Neueinsteiger ist man immer Teil eines Teams und erhält eine Teilaufgabe innerhalb des Gesamtprojektes, welche man eigenständig bearbeitet. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Erstellung eines Fachkonzeptes, aber auch um dessen Umsetzung handeln. Bei Fragen stehen einem Senior-Berater und/oder Manager zur Seite.

Das erste Projekt

Was war dein erstes Projekt?

In meinem ersten Projekt ging es darum zu beschreiben, wie bestimmte Finanzkontrakte in einem Handelssystem behandelt werden sollen. Nachdem ich das Fachkonzept erstellt hatte, habe ich die Umsetzbarkeit mittels eines Prototyps getestet und die Ergebnisse mit unserem Kunden abgestimmt. Meine Aufgabe war Teil eines Gesamtprojektes, dessen Ziel die Einführung des Handelssystems bei dem Kunden war.

Voraussetzungen für die Arbeit bei d-fine

Welche Voraussetzungen müssen Berater bei d-fine erfüllen?

Für eine erfolgreiche Projektarbeit sollte ein Berater bestimmte Schlüsselfähigkeiten mitbringen: Die zentrale Herausforderung besteht darin, selbstständig und strukturiert komplexe Fragestellungen bearbeiten zu können. Wichtig sind ein großes Ausmaß an Flexibilität und Interesse sowie mathematische und IT-Kenntnisse. Man muss generell Spaß daran haben, mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten, und sollte in schwierigen Gesprächssituationen eher eine Herausforderung als eine Bedrohung sehen.

Physiker und Mathematiker

Warum sind gerade Physiker und Mathematiker besonders geeignet?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Naturwissenschaftler und Mathematiker im Rahmen ihres Studiums bzw. ihrer Promotion eine besonders strukturierte Herangehensweise an Problem- und Aufgabenstellungen gelernt haben, die für die Projektarbeit sehr wichtig ist. Bei d-fine werden regelmäßig Projekte mit komplexen, oft mathematischen Fragestellungen bearbeitet. Das im Studium erlernte mathematische Wissen bildet die Basis für das Verständnis der komplexen finanzmathematischen Modelle, mit deren Hilfe wir zum Beispiel Finanzprodukte bewerten und Risikokennzahlen von Banken und Industrieunternehmen berechnen.

Typisches Projektbeispiel

Was wäre ein typisches Beispiel für die Arbeit eines Beraters?

Ein schönes Beispiel für ein Projekt war die Einführung einer Treasury-Software bei einem großen, international agierenden Industrieunternehmen. Ein Treasury-System ist ein Software-Tool, mit dem ein Unternehmen Aufgaben wie Finanzplanung und Abwicklung von Finanzgeschäften, Finanzbuchhaltung sowie Cash-Management durchführt. Dabei übernehmen die Berater unterschiedliche Aufgaben, die sie in Teams gemeinsam mit Kundenmitarbeitern bearbeiten.

Rolle im Projekt

Was war deine konkrete Rolle dabei?

Ich habe die notwendigen Prozesse und Systeme für eine konzernweit einheitliche und systematische Erfassung, Weiterverarbeitung und Meldung von qualitätsgesicherten Planzahlen für zukünftige Zahlungen des Konzerns etabliert. Diese Planzahlen wurden dann für das Fremdwährungsmanagement sowie im Hedge-Accounting verwendet. Unser Kunde stellt einen großen Anteil seiner Produkte im Euro-Raum her, verkauft sie aber außerhalb dieses Raums. Betrachtet man die Zahlungen in US-Dollar, so übersteigen die Zahlungseingänge hier die Ausgänge, sodass netto regelmäßig ein Überschuss an Dollar-Zugängen zu verzeichnen ist. Der Euro-Wert dieses Überschusses hängt vom schwankenden Wechselkurs zwischen Dollar und Euro ab. Gegen diese Wechselkursschwankungen möchte sich der Hersteller durch ein aktives Währungsmanagement absichern.

Aufgaben als Manager

Was sind heute deine Aufgaben als Manager?

Beim Manager verschiebt sich der Fokus von den fachlichen Fragen hin zum Projektmanagement. Dazu zählen die zeitliche Planung von Projektabschnitten, die Zuordnung und Koordination der Mitarbeiter, die Abstimmung mit dem Kunden, die Kontrolle des Projektfortschritts sowie die Qualitätssicherung von fachlichen Ergebnissen. Weitere Aufgaben bestehen in der Akquise neuer Projekte für d-fine und im Recruiting neuer Mitarbeiter.

Spaßfaktor

Was schätzt du an deinem Beruf besonders?

Mir macht es Spaß, gemeinsam mit anderen Menschen an einem Ziel zu arbeiten. In jedem Projekt ergeben sich dabei ganz eigene Herausforderungen, die nicht immer nur fachlicher Art sind, sondern z. B. auch die eigenen Social Skills in einem schwierigen Projektumfeld fordern. Ich finde es sehr motivierend, am Ende eines Projektes auf all die Herausforderungen zurückzuschauen, die man selbst oder gemeinsam mit Kollegen gemeistert hat, und zu sehen, wie die Ergebnisse beim Kunden genutzt werden.

*Der Lesbarkeit halber wurde im Interview auf die jeweilige Nennung der männlichen und weiblichen Formen (z.B. Berater und Beraterinnen) im obigen Text verzichtet; es sind jedoch stets beide Formen gemeint.