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FinfraG: Neue Regeln im Schweizer Derivatemarkt und Konsolidierung der Regulierung von Finanzmarktinfra-strukturen in einem Bundesgesetz

Im Kanon der internationalen Anstrengungen zur Regulierung des Derivate-markts hat das Eidgenössische Finanzdepartment das „Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastruktur“ (FinfraG) entwickelt. Neben der Verlagerung der Regulierung der Finanzmarktinfrastruktur aus Börsengesetz, Bankgesetz, Nationalbankgesetz etc. in ein einziges Bundesgesetz sind es vor allem die neuen Regeln im Derivatemarkt, die Handlungsbedarf für Schweizer Marktteilnehmer nach sich ziehen werden:

  • Abrechnung : Pflicht zur Abrechnung aller „standardisierter“ OTC-Derivate über zentrale Kontrahenten (zentrales Clearing)
  • Transaktionsregistermeldung: Pflicht zur Meldung aller Derivate an ein Transaktionsregister
  • Risikominderung: Forderung von angemessenen Verfahren zur Portfolio-Abstimmung, Risikomanagement, Erkennung und Ausräumung von Meinungsverschiedenheiten, Bewertung von Derivaten, Austausch von Sicherheiten für ungeclearte Derivate
  • Elektronischer Handel: Pflicht zum Handel von standardisierten Derivaten über Handelsplattformen (Börsen, multilaterale Handelssysteme oder organisierte Handelssysteme)

Seit mehreren Jahren ist d-fine mit einem umfangreichen Team im Umfeld EMIR und Dodd-Frank tätig, und wir arbeiten auch bereits für einen unserer Schweizer Kunden an der Umsetzung des FinfraG.  Wir können dabei für die Umsetzung des FinfraG auf zahlreiche bewährte Konzepte und auch Tools zurückgreifen.

Nähere Informationen zu unseren Referenzen und unserem Vorgehen im Bereich Derivateregulierung erhalten Sie telefonisch unter +43 243 66 92 oder per E-Mail an info@remove-this.d-fine.ch, Stichwort „FinfraG“.

 

 

Derivate Transaktionsreporting


Ähnlich wie bei EMIR und Dodd-Frank stellt auch beim FinfraG die Transaktionsregistermeldung eine der ersten Herausforderungen dar, die es umzusetzen gilt. Zwar sind die Einzelheiten der Meldeanforderung noch nicht abschließend festgelegt worden, aber es zeichnet sich bzgl. der Feldanforderungen eine starke Nähe zu EMIR ab. Anders als bei EMIR wird voraussichtlich eine einseitige Meldung ausreichen und dies wird für viele Marktteilnehmer eine deutliche Vereinfachung darstellen. Jedoch wird weiterhin eine Meldung entlang von Lebenszyklusereignissen erwartet, was bereits unter EMIR und Dodd-Frank zu Schwierigkeiten führte.

Für FinfraG wird die SIX Securities Services ein nationales Transaktionsregister anbieten, für welches Mitte Mai erstmals Feldanforderungen veröffentlicht wurden.

Seitens d-fine haben wir über 20 Kunden erfolgreich bei der Anbindung an ein Transaktionsregister unterstützt und arbeiten aktuell bereits mit Schweizer Kunden an der Umsetzung der FinfraG Reportinganforderungen. Unsere Erfahrung umfasst dabei den Einsatz von Dritt-Software als auch die Entwicklung eigener Lösungen. Zur Erfüllung der Reportingpflicht bieten wir zudem unseren Kunden mit d-fineTR eine Meldesoftware, die bei mehreren Banken erfolgreich im Einsatz ist, z.B. bei der niederländischen BNG Bank.

Reporting mit d-fineTR


d-fineTR wurde speziell für das Transaktionsreporting von Derivaten entwickelt und die Software spiegelt die bis in die 90er Jahre zurückreichende Kapitalmarkterfahrung von d-fine wider. Die Software ist einfach anzubinden, bietet Schnittstellen zu DTCC GTR, REGIS-TR sowie SIX TR (in Entwicklung) und übernimmt für den Nutzer lästige Aufgaben wie die Erkennung von Lebenszyklusereignissen, die Transformation auf die Formate der Trade Repositories und die Verarbeitung der Rückantworten.

 


Schematische Architektur d-fineTR

Wir planen wie u.a. bei DTCC GTR zu den ersten zu gehören, die im Herbst die Anbindung das Trade Repository von SIX testen, die Arbeiten daran laufen bereits mit Hochdruck. Auch laufen bereits mehrere Verhandlungen mit Schweizer Banken, und wir erwarten, hier in Kürze einen Referenzkunden für FinfraG nennen zu dürfen (für EMIR war dies die niederländische BNG BANK).


Weitere Informationen finden Sie hier.